- UV TOP 1: Schutz von Waldökosystemen
Inhaltshinweise: Dieser Gremientext benennt unter anderem die Themen Umweltzerstörung, Klimawandel und Kriminalität. Bei manchen Personen lösen diese Themen starke Emotionen aus. Falls Sie zu den betroffenen Personen gehören, entscheiden Sie bitte selbst, ob Sie gerade in der Lage sind, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, ob Sie das lieber zu einem späteren Zeitpunkt tun oder vorher bestimmte Maßnahmen ergreifen wollen.
Einleitung
Wälder sind die “grüne Lunge” unserer Erde. Sie wandeln das klimaschädliche Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) in Sauerstoff um und verlangsamen so die von Menschen verursachte Klimakrise.
In keinem anderen Lebensraum gibt es so viel Artenvielfalt auf engstem Raum wie im Wald, die für die Stabilität von Ökosystemen ebenso wie die Wirtschaft und Gesundheit unserer Gesellschaften essentiell ist.
Wäldern speichern außerdem Wasser und geben Wasserdampf wieder an die Luft ab. Dadurch wirken sie wie eine natürliche Klimaanlage und schützen gegen Hitze, Dürre und Überschwemmungen.
Die Leistungen, die Wälder für unsere Umwelt und Gesellschaft erbringen, sind nicht zu ermessen und nicht ersetzbar — und doch wird immer noch jedes Jahr weltweit eine Waldfläche zerstört, die so groß ist wie Österreich und die Schweiz zusammen.
Ohne den Wald zu schützen, kann unsere planetare Krise — Klimawandel, Biodiversitätsverlust und die Verschmutzung der Umwelt — nicht gelöst werden. Die Umweltversammlung (UV, auch engl. UN Environment Assembly, UNEA) ist das höchste umweltpolitische Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen (UN). Daher hat sie die Aufgabe, den rechtlichen Schutz von Wäldern zu stärken, durch Monitoring das Wissen über den Zustand von Wäldern zu verbessern und bestehende Finanzierungsinstrumente zum Schutz von Waldökosystemen zu mobilisieren.
Hintergrund und Grundsätzliches
Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen – dieses Sprichwort trägt einen wahren Kern in sich, weil nicht jede Ansammlung von Bäumen gleich einen funktionierenden Wald bildet.
Als Primärwald oder Urwald bezeichnet man Wälder, die von menschlicher Nutzung noch wenig berührt sind und eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Wird ein solcher Wald zerstört, kann ein neu entstehender sog. Sekundärwald meist lange Zeit nicht die gleichen Ökosystemleistungen erbringen und ist artenärmer. Einfach Bäume zu pflanzen ist deswegen bei weitem nicht ausreichend, um zerstörte Wälder wiederherzustellen. Aufforstung in Form von Monokulturen von Bäumen können einem Ökosystem sogar schaden.
Zu unterscheiden sind außerdem großflächige Abholzungen von der Schädigung und Fragmentierung (Zerstückelung) von Waldgebieten: Auch ein Wald, der in kleinen grünen Inseln intakt bleibt oder zwar nicht abgeholzt, aber dafür durch Verschmutzung oder Übernutzung beschädigt wird, funktioniert nicht mehr.
Deswegen gilt es, Waldökosysteme zu schützen, nicht bloß darum, die Anzahl der Bäume zu erhalten.

Wäldern sind für einen funktionierenden Planeten aus drei Gründen zentral:
1) Klima
Beim Stoffwechsel von Pflanzen wird das Treibhausgas CO2 in Biomasse gebunden und Sauerstoff freigesetzt. Von Menschen freigesetztes CO2 ist die Ursache für eine Erwärmung des weltweiten Klimas um bereits 1.5˚ C bis heute, die mit katastrophalen Folgen für uns Menschen und unsere Umwelt einhergeht. Aus diesem Grund spricht man von Wäldern als „CO2-Senken“. Im Pariser Klimaabkommen von 2015, das als Meilenstein der internationalen Klimapolitik gefeiert wurde, wird die überragende Bedeutung von Wäldern im Kampf gegen die globale Erwärmung deswegen in Artikel 5 hervorgehoben. Aber Wälder können nicht nur Treibhausgase der Atmosphäre entziehen – wenn sie sterben, abgeholzt oder niedergebrannt werden, setzen sie gigantische Mengen zusätzliches CO2 frei. Dagegen richten sich Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen aus der Zerstörung von Wald, bei den UN bekannt als „REDD+“ (engl. für Reducing emissions from deforestation and forest degradation).
2) Wasserzyklen und Klimaregulation
Indem Wälder Niederschlag sammeln, speichern und in Form von Wasserdampf wieder abgeben, beeinflussen sie das Wetter und Klima ganzer Regionen. Sie verhindern, dass sich Wüsten ausbreiten und kühlen ihre Umgebung, während extreme Hitze durch den Klimawandel häufiger werden.
3) Biodiversität
Wenn viele verschiedene Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen zusammenleben — in Wäldern so dicht an keinem anderen Ort sonst — können sich Lebensräume besser an den Klimawandel anpassen. Sie bauen in komplexen Stoffwechselketten Schadstoffe und Verschmutzungen ab und sorgen für saubere Böden, Luft und gesunde Böden. Biodiversität ist nicht weniger als die Lebensgrundlage für uns Menschen.
Wälder werden direkt von drei hauptsächlichen Gründen bedroht:
1) Wandel in der Landnutzung: Landwirtschaft
Rund 90 Prozent des Waldes wird zerstört, um landwirtschaftliche Flächen auszuweiten. Fast jeder zweite Hektar Wald wird zerstört, um darauf Pflanzen anzubauen, die zu einem Großteil an Tiere verfüttert werden. Auf 40 Prozent der entwaldeten Fläche weiden nach der Zerstörung Tiere. Damit ist die Produktion tierischer Lebensmittel und pflanzlicher Kraftstoffe der Haupttreiber von Waldzerstörung.
2) Holzgewinnung, Rohstoffabbau und Infrastruktur
Weitere Waldflächen werden gerodet, um Holz zum Bauen und zur Energieerzeugung abzubauen, um Infrastruktur wie Straßen zu bauen, oder um Zugang zu Rohstoffen wie Kohle oder Metallen zu gewinnen.
3) Feuer und Klimawandel
Waldbrände sind ursprünglich ein natürlicher Teil der Selbstregulation eines Waldes. Feuer werden aber auch absichtlich gelegt, um Waldflächen zu roden. Zusätzlich entstehen Waldbrände durch den Klimawandel häufiger spontan, weil Hitze und Trockenheit zunehmen. Das dadurch freigesetzte CO2 verschärft wiederum die Klimakrise.
Auf einer weniger direkten, systemischen, Ebene, treiben die folgenden Gründe die weltweite Waldzerstörung voran:
1) Konsummuster und Lieferketten
Die Produkte, die wir konsumieren, werden oft auf zerstörtem Wald angebaut. Wie bereits erkennbar an den riesigen Flächen, die für die Produktion tierischer Lebensmittel genutzt werden, gehören importiertes Fleisch, Kaffee, Kakao, Palmöl, Tabak und andere Konsumgüter zu den wichtigsten Ursachen für Waldzerstörung.
2) Governance und Landrechte
Oft wird Wald dort großflächig gerodet, wo die Strukturen von Regierungen unzureichend gerüstet sind, um gegen starke finanzielle Interessen oder kriminelle Organisationen anzukommen, die Profit aus zerstörtem Wald schlagen wollen. Auch Korruption ist eine Herausforderung, weil durch sie Legitimität und Macht des Staates erkauft wird, um das Ökosystems einseitig auszubeuten, ohne Rücksicht auf Menschen und Tiere, die von diesem abhängen.
3) Globale Ungerechtigkeit
Betrachtet man, in welchen Regionen auf der Welt am meisten Wald gerodet wird, fällt auf, dass vor allem der Globalen Süden betroffen ist, während die Nachfrage und die Profite meist dem Globalen Norden zufallen. Darin drückt sich die tiefgreifende globale Ungleichheit aus, die Verursacher und Leidtragende, Profitierende und Ausgebeutete trennt.
Daran wird deutlich, dass es direkte (Umnutzung von Waldflächen, Brandrodung) und systemische Gründe (z.B. Klimawandel, Lieferketten, globale Ungleichheit) für Waldzerstörung gibt, die einander zum Teil gegenseitig verschärfen.

Aktuelles
Die UN haben sich in der jüngeren Vergangenheit vermehrt mit dem Schutz von Waldsystemen befasst.
Einen Grundpfeiler der UN-Anstrengungen zum Waldschutz bilden die Nachhaltigen Enwicklungsziele (engl. Sustainable Development Goals, SDGs), die 2015 von der Generalversammlung der UN beschlossen wurden (A/RES/70/1). Sie fassen Ziele zusammen, die sich die Mitgliedsstaaten gesetzt haben, um weltweit nachhaltige Entwicklung auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene zu fördern. Ziel 15.2 lautet:
„Bis 2020 die Umsetzung einer nachhaltigen Bewirtschaftung aller Arten von Wäldern fördern, die Entwaldung stoppen, geschädigte Wälder wiederherstellen und die Aufforstung und Wiederaufforstung weltweit erheblich steigern.“ SDGs, Ziel 15.2
In den vergangenen 15 Jahren wurden auf UN-Ebene mehrere Umweltabkommen verabschiedet, die die Bedeutung von Wäldern und ihren Schutz betreffen.
Dazu zählen:
Die Abschlussdokumente der UN-Klimakonferenzen:
Insbesondere das „Pariser Abkommen“ (2015, COP21) der Vertragsstaatenkonferenz (engl. Conference of the parties, COP) des UN-Rahmenvertrages zum Klimawandel (UN Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Ein grundlegendes Konzept, das dort genutzt wird, heißt REDD+ und steht für die „Reduktion von Emissionen aus Waldzerstörung und -schädigung“ (engl. Reducing emissions from deforestation and forest degradation). Daran anknüpfend wurde das UN-REDD-Programm geschaffen, das Mitgliedsstaaten mit Wissen und Beratung dabei unterstützt, solche Emissionen zu verringern.
Das Biodiversitätsabkommen (engl. Convention on Biological Diversity, CBD):
Dort wurde das sogenannte 30-30 Ziel formuliert: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Land- und Meeresflächen zu Naturschutzgebieten erklärt werden.
Die UN-Dekade der Wiederaufforstung,
ein von der UN-Generalversammlung in ihrer Resolution A/RES/79/283 vergangenes Jahr beschlossener Rahmen, im kommenden Jahrzehnt Ressourcen und Anstrengungen zur Wiederaufforstung zu mobilisieren.
Die UN-Umweltversammlung hat sich ebenfalls in der Vergangenheit bereits mit dem Schutz von Wäldern befasst. Sie ist das höchstrangige Entscheidungsgremium der UN für Umweltfragen. Sie setzt die globale Umweltagenda, formuliert übergreifende politische Leitlinien und definiert politische Antworten auf Umweltprobleme. Zudem evaluiert sie Ansätze zur Problemlösung, setzt die strategische Richtung für das Umweltprogramm der UN (engl. UN Environment Programme, UNEP), und sie fördert Partnerschaften sowie die Mobilisierung von Ressourcen.
Wichtige weitere Akteure im UN-System zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Wäldern sind insbesondere die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (engl. Food and Agriculture Organization, FAO), die Ansätze zur nachhaltigen Landnutzung sucht, und das UN-Umweltprogramm (engl. UN Environment Programme, UNEP), die umweltpolitische Koordinationsstelle.
Lösungsansätze
Der Schutz von Waldökosystemen ist eine umfassende und andauernde Aufgabe – sie kann nicht durch Erklärungen gelöst werden, sondern muss umgesetzt werden durch Entscheidungen und Programme von der höchsten politischen Ebene bis zum Wald und Acker. Dazu braucht es im Wesentlichen drei Elemente: Wirksamen Schutz, messbare Umsetzung und eine verlässliche Finanzierung.
1) Schutzgebiete ausweiten und kontrollieren
Damit das 30x30 Ziel der CBD wirksam wird, müssen Schutzgebiete nicht nur auf dem Papier ausgewiesen, sondern unter Einbindung von lokalen Gemeinschaften geplant werden, erlaubte Nutzungen verhandelt und durch Personal vor Ort durchgesetzt werden. Dabei kann es verschiedene funktionierende Ansätze geben. Am Ende kommt es aber darauf an, wie viel Primärwald vor welchen Eingriffen geschützt ist. Die UV kann Leitlinien und Schutz-Prinzipien formulieren, eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen bieten und Ressourcen mobilisieren. Das UNEP kann auf dieser Grundlage Anstrengungen koordinieren und Kapazitäten (Fähigkeiten bzw. Kompetenzen von Menschen und Institutionen vor Ort) aufbauen.
2) Monitoring und Transparenz
Um wirksam zu schützen, muss klar sein, was Schutz eigentlich konkret bedeutet – es braucht also klare Begrifflichkeiten. Was ist ein geschützter Wald? Wenn Entwaldung gestoppt wurde, heißt das auch, dass der Wald vor anderer massiver Schädigung geschützt ist? Der Zustand von Waldökosystemen muss transparent und überprüfbar sein. Satellitendaten zusammen mit lokalen Meldesystemen können dabei helfen, illegale Rodungen und Brände früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ermöglichen. Solche Daten können zusammengeführt einen besseren Überblick über den aktuellen Zustand der weltweiten Waldökosysteme ermöglichen.
Angesichts der Verflechtung unseres Konsums mit der Zerstörung von Wald kann die UV außerdem Standards und Berichtspflichten zu transparenteren Lieferketten unterstützen, damit besonders schädliche Produkte vermieden werden können.
3) Finanzierung und Partnerschaften
All das bringt aber wenig, wenn niemand dafür bezahlt. Schutz, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung – alles das kostet. Im Zusammenhang mit den UN-Klimakonferenzen sind bereits viele Instrumente erprobt, Projekte zur Verringerung von Emissionen zu fördern. Manche dieser Instrumente können direkt für Waldschutzgebiete angewendet werden, wenn diese etwa einen starken Bezug zu „REDD+“ haben. Um finanzielle Mittel in greifbaren Schutz umzusetzen, müssen UN-Akteure und Staaten Partnerschaften mit der Wissenschaft sowie privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort eingehen.
Darüber hinaus ist es aber Aufgabe der UN-Umweltversammlung und ihrer Mitgliedsstaaten, zusätzliche Mittel zu mobilisieren, die insbesondere dem Waldschutzes zukommen.
Zentral ist dabei ein internationaler Lastenausgleich nach dem Verursacherprinzip, bei dem sich Staaten des Globalen Nordens einen größeren Beitrag leisten. Auch hier lassen sich Parallelen zu den UN-Klimakonferenzen ziehen.
Die Wälder unserer Welt sind, wie unser Klima, ein begrenztes Gut. Wir hängen von ihnen existenziell ab und zerstören sie dennoch mit kaum verringerter Geschwindigkeit. Aufgabe der UV als höchstes umweltpolitisches Gremium der UN ist es, das Forum für ein politisches Umdenken zu bilden.
Punkte zur Diskussion
- Welche Gründe gibt es für die Zerstörung und Schädigung von Waldökosystemen und wie können diese Ursachen adressiert werden?
- Wie können Waldschutzgebiete ausgeweitet und besser eingehalten werden?
- Wie sollte mit der Frage nach der globalen Gerechtigkeit umgegangen werden – wer zahlt für den Schutz und die Wiederherstellung von Wäldern, wer profitiert davon?
Lexikon
Agenda: Die Agenda ist die Liste der Themen, über die ein Gremium offiziell spricht und entscheidet.
Artenvielfalt: Artenvielfalt bedeutet, dass in einem Gebiet viele unterschiedliche Tier-, Pflanzen-, Pilz- und Mikroorganismenarten leben.
Aufforstung: Aufforstung heißt, dass auf einer Fläche, auf der vorher kein Wald war, (mehr) Bäume gepflanzt werden, damit wieder Wald entsteht.
Fragmentierung: Fragmentierung bedeutet, dass ein zusammenhängender Wald in viele kleine, voneinander getrennte Stücke „zerschnitten“ wird, zum Beispiel durch Straßen oder Felder.
Globaler Norden/Süden: Globaler Norden meint vereinfacht reichere, stärker industrialisierte Länder, Globaler Süden ärmere bzw. weniger industrialisierte Länder, oft mit kolonialer Vergangenheit (das ist eine politische Einteilung, keine reine Geografie).
Legitimität: Legitimität heißt, dass Menschen eine Regierung oder Entscheidung als „rechtmäßig“ und akzeptabel anerkennen.
Monitoring: Monitoring bedeutet, einen Zustand regelmäßig zu beobachten und zu messen, um Veränderungen früh zu erkennen (z. B. Waldverlust oder Brände).
Monokulturen: Monokulturen sind Flächen, auf denen fast nur eine einzige Pflanzenart wächst, was oft die Natur weniger stabil und artenärmer macht.
Ökosystem: Ein Ökosystem ist ein Lebensraum, in dem Lebewesen und ihre Umwelt (z. B. Boden, Wasser, Klima) zusammenwirken.
Ökosystemleistungen: Ökosystemleistungen sind die Vorteile, die Menschen aus der Natur bekommen, z. B. sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung oder Kühlung durch Wälder.
planetare Krise: Mit planetarer Krise sind die großen, zusammenhängenden Probleme für die Erde wie Klimawandel, Verlust von Artenvielfalt und Umweltverschmutzung.
Primärwald und Sekundärwald: Primärwald ist ein Wald, der über sehr lange Zeit kaum von Menschen verändert wurde und deshalb oft besonders artenreich und wertvoll ist. Sekundärwald ist ein Wald, der nach Abholzung oder starker Nutzung wieder nachwächst und oft (noch) weniger artenreich ist als Primärwald.
REDD+: Ein UN-Konzept, das Länder unterstützen soll, Entwaldung und Waldschädigung zu verringern und so Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden.
UV/UNEA: Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UV, engl. United Nations Environment Assembly, UNEA) ist das weltweit höchste Entscheidungsgremium für Umweltfragen, dem alle 193 Mitgliedstaaten angehören.Es legt die globale Umweltagenda fest, bietet übergreifende politische Leitlinien und definiert politische Reaktionen zur Bewältigung neuer ökologischer Herausforderungen. Sie führt eine Überprüfung der Politik, einen Dialog und einen Erfahrungsaustausch durch, legt die strategischen Leitlinien für die künftige Ausrichtung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) fest und fördert Partnerschaften zur Erreichung von Umweltzielen und zur Mobilisierung von Ressourcen.
UNEP: UNEP ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, das Umweltprojekte unterstützt, Wissen sammelt und die Umsetzung von UNEA-Beschlüssen mit vorbereitet.
Verursacherprinzip: Wer Umweltprobleme verursacht, soll auch einen größeren Teil der Kosten für die Schäden und Lösungen tragen. Daran orientiert sich ein möglicher Ansatz, die Frage nach der globalen Gerechtigkeit bei der Waldzerstörung zu beantworten.
Quellenangaben
UNFCCC (UN-Klimarahmenkonvention, deutscher Vertragstext PDF): https://unfccc.int/resource/docs/convkp/convger.pdf
Übereinkommen von Paris (COP21, amtliche deutsche Übersetzung im BGBl PDF): https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F%2A%5B%40attr_id%3D%27bgbl216s1082.pdf%27%5D
Agenda 2030 / SDGs (A/RES/70/1, deutsche Fassung PDF – enthält auch Ziel 15.2): https://digitallibrary.un.org/record/3923923/files/A_RES_70_1-DE.pdf
Convention on Biological Diversity (CBD, deutscher Vertragstext): https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1995/1408_1408_1408/de
A/RES/79/283 (UN Decade for Afforestation and Reforestation, UN-Dokument): https://docs.un.org/en/A/RES/79/283