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Die Fachkommission für Suchtstoffe

Schritt 3: Auf mein Gremium vorbereiten – die FfS

Die Fachkommission für Suchtstoffe (FfS) oder, zu Englisch, Commission on Narcotic Drugs (CND), stellt das zentrale Gremium der Vereinten Nationen für die Drogenpolitik dar und ist ein Untergremium des UN-Wirtschafts- und Sozialrats. Als vorlegendes Gremium des WiSo kann die FfS keine eigenen Resolutionen verabschieden, sondern ist auf dessen Zustimmung zu ihren Resolutionsentwürfen angewiesen. Der WiSo kann die Entwürfe auch ablehnen oder zur Überarbeitung zurückschicken.

Das Gremium setzt sich aus 53 Mitgliedsstaaten zusammen und hat die zentrale Aufgabe, internationale Verträge zur Drogenkontrolle zu entwickeln, umzusetzen und zu überwachen. Die Kommission wurde im Jahr 1946 vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (WiSo) gegründet und verfügt seit 1991 über ein erweitertes Mandat. Seither fungiert sie auch als Leitungsorgan des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC).

Die Funktionen der FfS setzen sich aus einem operativen und einem normativen Teil zusammen. Zu den operativen Tätigkeiten gehört die Leitung des UNODC, wobei die FfS einen Entscheidungsträger bei Fragen der Kontrolle von Betäubungsmitteln und bewusstseinsverändernden Stoffen darstellt. Sie beteiligt sich zudem maßgeblich an der Festlegung von Kontrollmaßnahmen und beeinflusst die internationale Drogenpolitik somit unmittelbar. Die normative Funktion der FfS umfasst die Kontrolle und Einstufung von besagten Substanzen. Darüber hinaus berät sie das UNODC bei der Durchführung des Internationalen Drogenkontrollprogramms und stellt sicher, dass die Vorgaben der UN-Drogenübereinkommen eingehalten werden.

Die Tagungen der FfS, wo die wichtigsten drogenpolitischen Themen diskutiert werden, finden jährlich statt. Darüber hinaus gibt es das ganze Jahr über weitere Treffen, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und kurzfristig auf Herausforderungen zu reagieren. Am Ende jeden Jahres wird eine Sondersitzung abgehalten, die sich vor allem mit Haushalts- und Verwaltungsangelegenheiten befasst.

Während MUN-SH 2026 wird sich die FfS mit den folgenden Themen beschäftigen:

  • Missbrauchsrisiko von Kryptowährungen im internationalen Drogenhandel
  • Medizinische Nutzung von psychedelischen Substanzen
  • Einsatz illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung im Berufsalltag